Die kleine Stadt Szigetvár in Südungarn war Schauplatz eines Schlüsselmoments der osmanischen Geschichte: Süleyman der Prächtige starb hier 1566 während der Belagerung der Festung im Heerlager.
Die Belagerung
Die Festung verteidigte der aus Kroatien stammende Befehlshaber Nikola Zrinski (Zrínyi Miklós). Der Sultan starb kurz bevor sie fiel. Großwesir Sokollu Mehmed Pascha hielt seinen Tod geheim; die Festung fiel, und Zrinski kam bei seinem letzten Ausfall ums Leben.
Das verlorene Grabmal
Süleymans Leichnam wurde nach Istanbul gebracht und in seinem Grabmal an der Süleymaniye beigesetzt. Der Überlieferung nach wurden seine inneren Organe an seinem Sterbeort bestattet, wo ein Grabmal entstand. Als die Region Ende des 17. Jahrhunderts nicht mehr osmanisch war, wurde es zerstört und sein Ort geriet in Vergessenheit.
2015–2016 fanden ungarische Archäologen bei Ausgrabungen in Turbék nahe Szigetvár die Überreste dieses Grabmals. Die Entdeckung eines seit Jahrhunderten gesuchten Ortes fand große Beachtung.
Was man heute sieht
- Ungarisch-Türkischer Freundschaftspark: Büsten von Süleyman und Zrinski erinnern an zwei einstige Gegner Seite an Seite.
- Burg Szigetvár: die Festung, um die gekämpft wurde.
- Turbék: die Ausgrabungsstätte des Grabmals.